Der spirituelle Kalender
Die natürlichen Zeitqualitäten wiederentdecken
DAS WESEN DER ZEIT. Will der Arzt feststellen, ob ein Mensch noch lebt, geben ihm zwei einfache Untersuchungen Auskunft. Der Arzt fühlt den Puls, legt sein Ohr auf die Brust des Patienten und stellt fest, ob das Herz noch arbeitet: Setzt dieser Rhythmus nur für 1 bis 2 Minuten aus, dann endet damit auch das Leben. Bei der zweiten Untersuchungstechnik wird dem Patienten eine Feder oder ein Spiegel in geringem Abstand vor die Nase gehalten. Wenn der Spiegel sich beschlägt, wenn die Feder sich bewegt, ist der Mensch noch am Leben. Herzschlag und Atembewegung sind demnach die 2 biologischen U(h)r- Rhythmen.
Diese Ur-Rhythmen stehen wie die Bewegungen der Sterne in gesetzmäßiger Verbindung. Ähnlich wie 4 Wochen einen Monat bilden, kommen auf jeden Atemzug 4 Herzschläge. Die Grundeinheit unserer biologischen Existenz ist zugleich auch die Grundeinheit der Zeitrechnung: 1 Sekunde = ein Herzschlag. 18 Atemzüge per Minute werden von der Medizin als Normwert angesehen. Das ergibt 25.920 Atemzüge an einem Tag – und entspricht der Anzahl von Jahren, die das so genannte platonische Jahr bilden. Als Platonisches Jahr bezeichnet man die Zeit, die der Frühlingspunkt benötigt, um den gesamten Tierkreis einmal rückläufig zu durchwandern.
Alles, was im Äußeren sich befindet, wird durch ein Entsprechendes im Inneren des Menschen repräsentiert. Schließe ich die Augen, verdunkelt sich der Gesichtskreis, die Innenwelt jedoch bleibt immer erhalten, und diese ist genauso unbekannt, geheimnisvoll und unendlich wie die äußere. Unser Universum hat eine ungefähre Ausdehnung von 1032 Metern und die kleinste Distanz, die so genannte Planck-Länge, beträgt ca. 10-35 Meter. Demnach steht der Mensch wirklich im Zentrum des Universums – nach außen bleibt ebenso viel Platz zur Expansion wie nach innen.
Unser Alltags-Kalender misst nur die äußere Zeit. Das geistige Universum folgt einem anderen Kalender, nach dem sich alle Religionen bis heute richten.
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