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Gabríela Friðriksdóttir, ‚Wüste‘, Crepusculum, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2011Foto: Jirí Hroník

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ISLÄNDISCHE SKULPTUR UND ARCHITEKTUR

ISLÄNDISCHE SKULPTUR UND ARCHITEKTUR

SERIE: KUNST IM RAUM (2)

Island ist dieses Jahr Gastland an der Frankfurter Buchmesse und gewährt im Rahmenprogramm unter dem Motto „Sagenhaftes Island“ Einblick in seine vielfältige Kultur. VISIONEN stellt drei Beispiele zeitgenössischer „Kunst im Raum“ vor.

Studio Granda: Katzenauge Water Hot, Impure Steel, Pole Lights by Peek Cycle incomplete

So wie sich unsere Vorstellungen und Weltbilder im Laufe der Zeit ändern und wie auch die technische Entwicklung voranschreitet, so ändern sich die künstlerischen Ausdrucksmittel, Formen und Inhalte. Die Kunst widerspiegelt aber nicht nur die Gesellschaft, sondern wirkt auch auf sie ein. Man kann vereinfacht sagen: „Zeige mir die Werke deiner Künstler und ich sage dir, in welchem Land du lebst.“

Lange Zeit waren die äußeren Bedingungen für die Entwicklung der Künste in Island sehr ungünstig. Erst seit 150 Jahren gibt es namhafte bildende Künstler. Der erste international bekannte isländische Bildhauer war Einar Jónsson (1874-1954) mit seinen monumentalen Heldenstatuen. Er wurde schon früh mit Preisen ausgezeichnet und arbeitete sogar in den USA.

Zeitgenössische isländische Kunst zeichnet sich oft durch intermediale und interdisziplinäre Ansätze aus: Viele Künstler arbeiten zugleich mit bewegten Videobildern und fotografischen Standbildern, mit Sound und elektronischer Ambient Music, mit Performances und situativen Handlungen, die dann in räumliche oder objekthafte Arrangements münden. Sie sind Musiker und gleichzeitig Fotograf, Autor und zugleich bildender Künstler, in einer Person Filmemacher und Musiker oder auch Videokünstler und Lyriker – die konzeptionelle und biografische, persönliche Auseinandersetzung und Offenheit ist so weit verbreitet, dass in Island damit auch eine ganz eigene Definition von Kunst geformt wurde: Kunst als uneingeschränkte, die Sparten ignorierende, universelle Ausdrucksform eines vorherrschenden Lebensgefühls.

Wirklichkeit in einem ganz neuen Zusammenhang erfahren (Markus Thor Andresson)

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