Unsterbliche Metamorphosen
Der Vampir-Mythos aus spiritueller Sicht
Seit J. K. Rowlings Harry Potter hat keine Romanserie weltweit so viele junge Leser erreicht wie Stephanie Meyers Twilight-Saga. Wie der Zauberlehrling zuvor spricht auch die Liebesgeschichte zwischen der Sterblichen Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen ein Publikum aller Altersschichten an
Die Twilight-Schöpferin Stephanie Meyer ist Mormonin und macht keinen Hehl aus ihren eher konservativen Wertevorstellungen, die sie auch in ihre Romane mit einfließen lässt. Damit schafft die Autorin ein neues, sehr modernes Vampir-Bild, das nur noch sehr wenig mit Bram Stokers Dracula gemein hat. Meyers Vampire leben in einem familienähnlichen Clan, sie gehen Partnerschaften für die Ewigkeit ein. Liebe, Freundschaft und Familie sind ihre vorrangigen Themen. Um zu überleben, nähren sich die Cullens von Tierblut und nicht, wie ihre barbarischen Verwandten, von Menschenopfern. Zu den christlichen Vorstellungen mischt Meyer die Mythen und Riten der nordamerikanischen Indianer. Dem Stamm der Quileute dichtet sie gleich noch ein Werwolf-Erbe an, dessen Aufgabe es ist, die Menschen vor den Vampiren zu schützen.
Christliche Symbolik zusammen mit heidnischen Glaubensvorstellungen machte sich Bram Stoker zunutze für seinen Schauerroman Dracula.
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