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Tom Cruise und Brad Pitt beim Brückenschlag in die Moderne in Anne Rice' Interview mit einem Vampir. - Foto: Warner

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Christine Klell, Reinhard Deutsch
Dracula - Mythen und Wahrheiten
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Unsterbliche Metamorphosen

Unsterbliche Metamorphosen

Der Vampir-Mythos aus spiritueller Sicht

Ob sie nun Bella und Edward, Lestat, Nosferatu oder Dracula heißen, nahezu jede Generation der letzten zweihundert Jahre hatte ihre eigenen Vampirbilder, die gesellschaftliche, kulturelle, aber auch spirituelle Entwicklungen spiegelten. Im November startet der vierte Teil von Stephanie Meyers erfolgreicher Twilight-Saga im Kino. Grund genug, dem Blutsauger-Mythos einmal genauer zu betrachten.

Seit J. K. Rowlings Harry Potter hat keine Romanserie weltweit so viele junge Leser erreicht wie Stephanie Meyers Twilight-Saga. Wie der Zauberlehrling zuvor spricht auch die Liebesgeschichte zwischen der Sterblichen Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen ein Publikum aller Altersschichten an

Die Twilight-Schöpferin Stephanie Meyer ist Mormonin und macht keinen Hehl aus ihren eher konservativen Wertevorstellungen, die sie auch in ihre Romane mit einfließen lässt. Damit schafft die Autorin ein neues, sehr modernes Vampir-Bild, das nur noch sehr wenig mit Bram Stokers Dracula gemein hat. Meyers Vampire leben in einem familienähnlichen Clan, sie gehen Partnerschaften für die Ewigkeit ein. Liebe, Freundschaft und Familie sind ihre vorrangigen Themen. Um zu überleben, nähren sich die Cullens von Tierblut und nicht, wie ihre barbarischen Verwandten, von Menschenopfern. Zu den christlichen Vorstellungen mischt Meyer die Mythen und Riten der nordamerikanischen Indianer. Dem Stamm der Quileute dichtet sie gleich noch ein Werwolf-Erbe an, dessen Aufgabe es ist, die Menschen vor den Vampiren zu schützen.

Christliche Symbolik zusammen mit heidnischen Glaubensvorstellungen machte sich Bram Stoker zunutze für seinen Schauerroman Dracula.

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