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MEDITATIONSFORSCHUNG HEUTE – BILANZ UND AUSBLICK

MEDITATIONSFORSCHUNG HEUTE – BILANZ UND AUSBLICK

Meditation – ein Sammelbegriff für verschiedene Arten geistiger Praxis – ist in den letzten Jahrzehnten verstärkt Gegenstand der westlichen Wissenschaft geworden, vor allem in den Bereichen der Psychologie, Hirnforschung und der Medizin. So ist erwiesen, dass Meditation die körperlichen und seelischen Funktionen des Menschen nachhaltig verändern und zu neuen Bewusstseinszuständen führen kann. Im Vorfeld des interdisziplinären Kongresses „Meditation und Wissenschaft“ in Berlin gibt Dr. Ulrich Ott hier einen Überblick über den Stand der Forschung.

Meditationsforschung boomt. In den vergangenen zehn Jahren sind mehr wissenschaftliche Studien über Meditation erschienen als in den vierzig Jahren zuvor (siehe Grafik Seite 27). Einer der Gründe für diesen Forschungsboom dürfte die enorme Popularität von Yoga, buddhistischen und christlichen Methoden der Meditation und Kontemplation sein. In jeder größeren Stadt gibt es eine Vielzahl von Zentren, die Kurse und regelmäßige Termine anbieten, und auch Klöster, Exerzitienhäuser und Meditationszentren auf dem Land erfahren einen regen Zulauf von Menschen, die sich eine Auszeit gönnen und zu sich kommen möchten. Manager aus den Chefetagen outen sich als Zen-Praktizierende (Jäger & Kohtes, 2009) und in Kliniken und Reha- Einrichtungen hat vielerorts „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ Einzug gehalten. Es mangelt also nicht an „Probanden“ für wissenschaftliche Studien zu den Wirkungen meditativer Übungen.

In zwei Studien zeigte sich, dass der übliche altersbedingte Abbau von Nervenzellen in der Gruppe der Meditierenden nicht festzustellen war und auch die Aufmerksamkeitsleistungen mit dem Alter nicht abnahmen.

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