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Mit Gott in Freundschaft leben

Mit Gott in Freundschaft leben

Große Liebe nicht ausgeschlossen...

VORANGESTELLT. Sich mit Gott treffen wie mit einem Freund – das ist für Teresa von Avila das Wesen des geistlichen Gebets. Was als freundschaftliches Beisammensein beginnt, kann durchaus in ewiger Liebe enden...

TERESA VON AVILA sagte über ihren Umgang mit Gott: „Das innerliche Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, dass er uns liebt.“ Dieser Satz enthält vier wichtige Schlüsselwörter und Kern-Aussagen über die Freundschaft mit Gott.

Erstens: „gern“. Freundschaft ist die einzige Beziehung, die auf Freiwilligkeit beruht – es gibt sehr wohl Zwangsehen, Zwangsfreundschaften aber nicht: „Ihr seid meine Freunde. Ich habe euch erwählt“, sagt Jesus zu seinen Jüngern (vgl. Jh, 15,14-16).

Zweitens: „oft allein zusammenkommen“. Freundschaften, die nicht genügend Zeit und Raum erhalten, verkümmern und hören
auf, das Leben zu bereichern.

Drittens: „Gespräch“ bzw. „reden“. Freundschaft lebt vom Austausch. Man öffnet einander vertrauensvoll sein Herz, hört sich gegenseitig zu, sucht beim anderen Rat und nimmt den seinen bereitwillig an, da er einem ehrlich nahe gebracht, aber niemals aufgezwungen wird. Und warum?

Viertens: Man weiß sich vom Freund mit Sicherheit geliebt. Aus dieser tiefen Gewissheit erwächst der Antrieb wie die Kraft, gemeinsam über sich selbst hinauszuwachsen.

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