Am 17. Januar ist das erste deutsche Zentrum für Islamische Theologie in Tübingen eröffnet worden. An den insgesamt vier geplanten Zentren in Deutschland sollen islamische Religionslehrer und auch Imame ausgebildet werden. Weitere Zentren entstehen derzeit in Osnabrück/Münster, Frankfurt/Gießen und Erlangen/Nürnberg. In Tübingen studieren die ersten 36 Studenten (23 Frauen, 13 Männer), Unterrichtssprache ist deutsch. Leitender Professor des Zentrums ist der international hochangesehene Koran-Experte Omar Hamdan, der sich für eine wissenschaftlich-kritische Distanz im Umgang mit dem Koran ausspricht. Integrationspolitiker sind überzeugt, dass diese deutschsprachige theologische Ausbildung der Vorbeter und Imame viel für die Integration der vier Millionen Muslime in Deutschland bewirken wird. Denn bislang kommen die Imame meist aus der Türkei, sprechen kein Deutsch und kennen die westeuropäische Kultur nicht.